Der Begriff Wissenschaft leitet sich aus dem lateinischen Wort “scientia = wissen” ab und meint die Erforschung und Erweiterung des Wissens verschiedener Gebiete und die Weitergabe oder Lehre der gewonnenen Erkenntnisse an die Menschen. Von der Wissenschaft wird gefordert, dass sie vor allem wertfrei und autonom ist. Die Erforschung des Wissens folgt systematischen und exakt definierten methodischen Verfahren (z. B. Experimenten oder Tests) und bedient sich dabei auch von bereits existierenden Erkenntnissen. Die Besonderheit der Wissenschaft liegt darin, dass sie das gewonnene Wissen immer wieder kritisch hinterfragt und überprüft und das “alte” Wissen den neuen Ergebnissen anpasst. Um die Erforschung und Lehre des Wissens zu vereinfachen, wurde in den einzelnen Disziplinen eine einheitliche Fachsprache entwickelt. Der Begriff der Wissenschaft ist ein Sammelbegriff für die verschiedenen Teildisziplinen, aus denen sie besteht. Diese Teildisziplinen sind u. a. die Gesellschafts-, Natur- und die Geisteswissenschaften. Durch den Austausch zwischen einzelnen Wissenschaftlern der verschiedenen Teilgebiete entstehen neue interdisziplinäre Fachbereiche. Ein noch sehr junges Fachgebiet ist z. B. die Neuroökonomie, die sich aus der Neurobiologie und der Ökonomie zusammensetzt, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das menschliche Verhalten in Ökonomien auf neurobiologische Weise zu erklären.